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SOLTAUER KAMMERMUSIKEN 2017/2018

Am Donnerstag, dem 21. September 2017 eröffnet der Kulturverein Soltau die neue Saison mit Olivia Jeremias, Solocellistin des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg und Katharina Hinz, Klavier und künstlerische Leiterin der Adendorfer Serenade. Unter dem Motto „Architektur in der Musik“ erklingen Werke der drei großen deutschen Komponisten Bach, Beethoven und Brahms. Beethoven und Brahms stehen beide in der Bach-Nachfolge. Den Rahmen bilden Bachs Suite für Cello solo Nr. III C-Dur BWV 1009 und Brahms’ e-Moll Sonate op. 38, deren letzter Satz mit der einzigartigen Fugen-Technik ohne Bach gar nicht denkbar wäre. Auch bei Beethoven hört man die Bezüge zu Bach, ist aber mit seiner heiteren A-Dur Sonate ganz in der Klassik zu Hause. Mit Brahms’ warmer, zutiefst berührender e-Moll Sonate schließt sich der Kreis.


Am 19. Oktober 2017 gastiert das junge vision string quartet, das im Februar 2016 schon einmal das Soltauer Publikum begeisterte, in der Bibliothek Waldmühle. 2012 gegründet, hat sich das vision string quartet innerhalb kürzester Zeit unter den jungen Streichquartetten etabliert. Mit ihrer einzigartigen Wandlungsfähigkeit zwischen dem klassischen Streichquartett-Repertoire, Eigenkompositionen und Arrangements aus den Bereichen Jazz, Pop und Rock stellen die vier jungen Musiker aus Berlin zur Zeit die klassische Konzertwelt auf den Kopf. Zuletzt wurden sie beim Concours de Genève 2016 mit dem 1. Preis und allen Sonderpreisen (Publikumspreis, Preis des jungen Publikums, „Concerts de Jussy“-Preis und „Coup de coeur Breguet“-Preis), dem Publikumspreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und dem Würth-Preis der Jeunesses Musicales Deutschland ausgezeichnet. Auch beim Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Wettbewerb 2016 erhielten sie den 1. Preis sowie den Sonderpreis für die beste Interpretation des Auftragswerks und den Preis der „Freunde junger Musiker“.
Auf dem Programm stehen Schuberts Streichquartettsatz c-Moll D 703, das Streichquartett d-Moll op. post. D 810 „Der Tod und das Mädchen“ sowie das Streichquartett g-Moll op. 10 von Debussy. Wahrscheinlich ist dies die letzte Gelegenheit, dieses Ausnahmequartett noch einmal in Soltau zu hören!


Das dritte Konzert am 16. November 2017 bestreitet das DUO BARCAROLLE: Elena Bobrovskich kommt aus Russland und besitzt seit kurzem die deutsche Staatsangehörigkeit. Valentine Buttard ist Französin und hat in Deutschland ihre zweite Heimat gefunden.
 Beide Pianistinnen lernten sich während ihres Studiums an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover kennen und haben sich gemeinsam der subtilen Kunst des vierhändigen Klavierspiels verschrieben. Auf dem Programm stehen die Petite Suite von Debussy, Mozarts D-Dur Sonate KV 381, 3 Stücke aus Rachmaninows op. 11, Ravels Ma Mère l’Oye, und von Brahms 3 Choräle aus op. 122 sowie 3 Ungarische Tänze. Außerdem spielen die Pianistinnen Haikus für Klavier zu vier Händen, an denen sie zusammen mit dem Komponisten Philipp Hersant im Sommer 2016 in Paris gearbeitet haben.


Das DUO AGILE stellt im vierten Konzert am 25. Januar 2018 die große Duoliteratur für Flöte und Klavier zwischen Barock und Moderne vor. Neben Bach und Scarlatti werden wir eine Flötensonate von Prokofjev hören, die er im zweiten Weltkrieg (1943) an einem Nebenfluß der Wolga inmitten der Natur komponierte und die in ihrer lichten Daseinsfreude nichts vom Schatten des Krieges erahnen lässt. Zudem werden Kompositionen von Schostakowitsch und den Franzosen Debussy, Caplet und Jolivet geboten.
Jamina Gerl (Klavier), in der Beethoven-Stadt Bonn geboren, begann ihr Studium mit 15 Jahren an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Weitere Studien folgten in Amerika und Meisterkurse unter anderem bei Menahem Pressler. Sie erspielte sich zahlreiche Preise im In- und Ausland. Daniel Agi (Flöte) aus Syrien studierte in Köln und Freiburg. Er hat im Laufe seines Musikerlebens eine Leidenschaft für neue Musik entwickelt und hat in der Hinsicht als Mitglied des Kammerensembles "hand werk“ eine Heimat gefunden.


Das KLAVIERTRIO WÜRZBURG besuchte uns zuletzt im Februar 2014 und beginnt das fünfte Konzert am 22. Februar 2018 mit dem G-Dur Trio (1788) von Mozart, das in seiner Einfachheit, nicht Einfallslosigkeit, eine beglückende Ausdrucksfähigkeit besitzt. Das folgende Trio Nr.1  d-Moll komponierte Schumann 1847 in Dresden und schenkte es seiner Frau Clara zum 28. Geburtstag. Grieg studierte von 1858-1862 am Leipziger Konservatorium. Eine späte Frucht dieser Jahre ist das „Andante con moto“ für Klaviertrio. Saint-Saëns komponierte sein erstes Klaviertrio mit 28 Jahren.
Das Klaviertrio Würzburg wurde 2001 gegründet, nachdem sich die Musiker schon während des Studiums in Würzburg kennengelernt hatten. Es zählt inzwischen zu den arriviertesten seiner Art und besticht durch fein aufeinander abgestimmtes Spiel, Temperament und Virtuosität.


Das Abschlusskonzert der Soltauer Kammermusiken 2017/2018 wird am 15. März 2018 vom KLARINETTENTRIO SCHMUCK unter dem Motto „Von Klassik bis Jazz“ zelebriert. Die Kombination von Klarinetten, Bassetthorn bzw. Bassklarinette findet seit Jahren beim Publikum besonderen Anklang, nicht zuletzt bekannt geworden durch das Trio Clarone mit Sabine Meyer.
Die preisgekrönten Musiker um Sayaka Schmuck bezaubern durch die vortreffliche Beherrschung ihrer Instrumente, durch ihren Gestaltungswillen und ihre überbordende Spielfreude. Neben Stücken aus Mozartopern und Dvoraks „Slawischen Tänzen“ werden Teile eines Auftragswerkes des WDR für Karlheinz Stockhausen aufgeführt. Szenische Musik für einen Klarinettisten, der eine Figur der commedia dell’arte darstellt, den Harlekin, welcher nacheinander verschiedene Identitäten annimmt. Es folgen neben anderen Stücken „Nightclub 1960“ von Astor Piazzolla und „Alexander’s Ragtime Band“ von Irving Berlin.











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