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SOLTAUER KAMMERMUSIKEN 2014/2015


Alle Konzerte finden in der Bibliothek Waldmühle in Soltau statt.

MINGUET QUARTETT ("ECHO"-Preisträger 2010)
Donnerstag, 11. September 2014, 20 Uhr (Konzert 1)

WOLFGANG AMADEUS MOZART
Streichquartett KV 465 „Dissonanzenquartett“

ANTON WEBERN
Sechs Bagatellen für Streichquartett op. 9

LUDWIG VAN BEETHOVEN
Streichquartett Nr. 14 cis-Moll op. 131


Am Donnerstag, dem 11. September 2014 läutet der Kulturverein Soltau die neue Saison mit dem Auftritt des Minguet Quartetts, das zu den international gefragtesten Streichquartetten der jüngeren Generation zählt, ein. und gastiert in den großen Konzertsälen Europas wie der Londoner Wigmore Hall, der Kölner und Berliner Philharmonie, dem Auditorio Madrid und Palau Barcelona, der Alten Oper Frankfurt, dem Wiener Konzerthaus und dem Concertgebouw Amsterdam. Es wurde 1988 gegründet und spielt in seiner heutigen Besetzung mit Ulrich Isfort (Violine I), Barbara Kuster (Violine II), Aroa Sorin (Viola) und Matthias Diener (Violoncello). Namenspatron ist Pablo Minguet, ein spanischer Philosoph des 18.Jahrhunderts, der sich in seinen Schriften darum bemühte, dem breiten Volk Zugang zu den Schönen Künsten zu verschaffen - für das Minguet Quartett ist dieser Gedanke künstlerisches Programm. Für die Gesamteinspielung sämtlicher Werke für Streichquartett von Peter Ruzicka wurde das Minguet Quartett mit dem ECHO KLASSIK 2010 ausgezeichnet
Neben Haydns „Largo“-Quartett und Anton Weberns Sechs Bagatellen op. 9 erklingt das Streichquartett op.131, das Beethoven für sein bestes, wenn nicht sogar für sein größtes Werk gehalten haben soll.
Das Konzert des Minguet Quartetts wird möglich durch die Stadtwerke Soltau.


LACHEZAR KOSTOV – VIKTOR VALKOV
Donnerstag, 16. Oktober 2014, 20 Uhr (Konzert 2)

JOHANN SEBASTIAN BACH  
Sonate g-Moll BWV 1029

LUDWIG VAN BEETHOVEN  
Cello-Sonate Nr. 5 D-Dur op. 102  

FRÉDÉRIC CHOPIN / AUGUSTE FRANCHOMME  
Grand Duo Concertant sur „Robert le Diable“  

SERGEI WASSILJEWITSCH RACHMANINOW  
Cello-Sonate g-Moll op. 19

Fortgesetzt wird die Reihe am 16. Oktober 2014 mit dem DUO KOSTOV - VALKOV. Beide Künstler lernten sich während ihrer Studienzeit an der Vladiguerov-Musikakademie Sofia  kennen und beide gingen zu weiterführenden Studien nach Amerika. Kostov absolvierte die Yale University, Valkov die Juilliard School. Jeder gewann auf seinem Instrument etliche internationale Preise, gemeinsam musizieren sie seit über einem Jahrzehnt. 2007 debutierte das Duo in der New Yorker Carnegie Hall und wurde danach zu drei weiteren Konzerten dorthin (Zankel-Saal) eingeladen. 2010 folgte das Europa-Debüt des Duos. Bereits 2009 durften wir Viktor Valkov zu einem Klavierkonzert einladen. Die Künstler interpretieren neben Bach und Beethoven ein Gemeinschaftswerk Chopins und seines Freundes Franchomme, zu seiner Zeit ein berühmter Cellist. Auch das einzige namhafte Cello-Werk Rachmaninows, die Sonate op. 19, steht auf dem Programm. Sie wird wird als Wendepunkt in seiner künstlerischen Entwicklung angesehen und manche Kritiker stellen die Sonate in Bezug auf Einfallsreichtum, melodische und harmonische Dichte sowie Spontaneität und Virtuosität noch über sein 2. Klavierkonzert.


ARIS QUARTETT und T. JOHANNS
Donnerstag, 13. November 2014, 20 Uhr (Konzert 3)

FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY
Streichquartett Nr. 4 e-Moll op. 44 Nr. 2

GYÖRGY KURTÁG
Streichquartett „Officium breve“

WOLFGANG AMADEUS MOZART  
Klarinettenquintett A-Dur KV 58

Das dritte Konzert unserer Kammermusikreihe wird am 13. November 2014 vom ARIS QUARTETT bestritten, dem 1. Preisträger des Europäischen Kammermusikwettbewerbs Karlsruhe 2013 und des Internationalen Johannes-Brahms-Wettbewerbs Pörtschach 2012. Das junge Ensemble spielt seit seiner Gründung regelmäßig in Frankfurt und Umgebung. Neben eigenen Konzertprojekten war es auch schon häufiger bei offiziellen Anlässen des Landes Hessen zu hören. Im Sommer 2011 trat es erstmalig beim Rheingau Musik Festival auf. Neben Felix Mendelssohn Bartholdys 4. Streichquartett wird György Kurtágs „Officium breve“ gespielt. Das Stück von 1988/89 erinnert gleich an zwei Komponisten, deren Musik Kurtág besonders verehrt und hier zitiert hat: es sind Anton Webern und Kurtágs ungarischer Freund Endre Szervánszky, dessen Streicherserenade gegen Ende in zwölf Zitat-Takten anklingt. Als Hommage an Szervánszky ist das Werk denn auch bezeichnet, was den Titel Officium breve, Kurzes Totenoffizium (Requiem) erklärt. Zusammen mit THORSTEN JOHANNS, dem Solo-Klarinettisten des WDR-Sinfonieorchesters Köln und vielbeschäftigten Kammermusiker interpretieren die Künstler im Quintett das wunderbare Klarinettenquintett Wolfgang Amadeus Mozarts A-Dur KV 581.
Das Konzert des ARIS QUARTETTS mit THORSTEN JOHANNS wird ermöglicht mit Unterstützung durch die VOLKSBANK SOLTAU.


ALEKSANDRA MIKULSKA
Donnerstag, 15. Januar 2015 (Konzert 4)

FRÉDÉRIC CHOPIN  
Mazurken op.30/3, op. 24/4, op.64/3
Fantaisie-Impromptu op. 66 Scherzo b-Moll op. 31
Andante spianato & Grande Polonaise Brillante Es-Dur op. 22

FRANZ LISZT
„Glanes de Woronince“: Ballade Ukraine, Mélodies Polonaises, Complainte
Konzertetüde „La Leggierezza“  
Ungarische Rhapsodie Nr. XI
Rhapsodie Espagnole

Am 15. Januar 2015 folgt der Auftritt der polnischen Pianistin ALEKSANDRA MIKULSKA. Der Besuch einer Hochbegabtenklasse der Warschauer Talentschule "Karol Szymanowski Musiklyceum", mehrfache Förderpreise des polnischen Staates sowie zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben bildeten den Grundstein für die hochkarätige internationale Ausbildung der jungen Pianistin.
Ein Schwerpunkt des künstlerischen Wirkens der gebürtigen Warschauerin liegt in der Verbreitung der Musik der großen Komponisten ihrer Heimat. Aleksandra Mikulska ist Präsidentin der "Chopin-Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland e.V." in Darmstadt und stellvertretende Vorsitzende der "Deutsch-Polnischen Gesellschaft Landesverband Baden Württemberg". Darüber hinaus ist sie Mitglied der "Karol-Szymanowski-Gesellschaft" in Zakopane. „Schon die leidenschaftliche Hingabe an die Musik Chopins und die Subtilität, mit der Mikulska den tragischen Untertönen der Werke nachspürt, legt nahe, dass die Musikerin in ihrem Landsmann einen Seelenverwandten erkennt“ urteilt die Kritik. Frau Mikulska wird denn auch den ersten Teil ihres Konzerts Frédéric Chopin widmen, dann aber auch große Werke Franz Liszts zu Gehör bringen


IOANA CRISTINA GOICEA – MARA MEDNIK
Donnerstag, 12. Februar 2015 (Konzert 5)

LUDWIG VAN BEETHOVEN
Sonate für Violine und Klavier Nr. 6 op. 30 Nr. 1  

SERGEI PROKOFIEV
Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 op. 94a

ERNEST CHAUSSON
„Poème“ op. 25 für Violine und Klavier

CAMILLE SAINT-SAËNS
„Introduktion und Rondo capriccioso“ a-Moll op. 28

Das fünfte Konzert der Soltauer Kammermusiken bringt am 12. Februar 2015 den obligatorischen Violinsonaten-Vortrag. Das junge Ausnahmetalent IOANA CRISTINA GOICEA spielt zusammen mit Prof. MARA MEDNIK Werke von Beethoven, Prokofiev, Chausson und Saint-Saëns. Die 1992 in Bukarest geborene Ioana Cristina Goicea ist Preisträgerin zahlreicher rumänischer und internationaler Preise, darunter der Erste Preis beim internationalen „Johannes Brahms“ – Wettbewerb in Pörtschach 2013. Sie ist Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben und spielt als Preisträgerin des 21. Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds seit Februar 2013 eine Violine von Giambattista Guadagnini, Parma 1761, aus dem Besitz der Bundesrepublik Deutschland.
Mara Mednik spielte bereits mit fünf Jahren in der Leningrader Philharmonie. Sie gewann siebenmal erste Preise für die beste Klavierbegleitung in nationalen und internationalen Violinwettbewerben in Russland, Deutschland, Italien und Spanien. Seit 1995 ist sie die offizielle Pianistin des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds in der Deutschen Stiftung Musikleben und unterrichtet seit 2007 an der Musikhochschule in Rostock.


ACROS - TRIO
Donnerstag, 12. März 2015  (Konzert 6)

JOSEPH HAYDN
Klaviertrio Nr. 32 A-Dur Hob. XV:18

HAITOR VILLA-LOBOS
Klaviertrio Nr. 1

MAURICE RAVEL
Klaviertrio a-Moll (1914)

ASTOR PIAZZOLLA
Trilogía del ángel

Den Abschluss der SOLTAUER KAMMERMUSIKEN 2014/2015 gestaltet am 12. März 2015 das ACROS TRIO. Es wurde 2007 unter anderem aus der Idee gegründet, die klassische Musik iberoamerikanischer Komponisten zu beleben und bekannt zu machen. Aus diesem Vorsatz heraus hat das Acros Trio sich zur Aufgabe gemacht, zu Unrecht vergessene Musik und Komponisten aus Südamerika und Spanien aufzuführen. So sind bei uns Kompositionen von Heitor Villa-Lobos und Astor Piazzolla neben den „klassischen“ Klaviertrios von Haydn und Ravel zu hören.
Das Acros Trio wurde bereits in große Konzertsäle wie den Wiener Musikverein, zu renommierten Festivals wie dem Rheingau-Musik-Festival oder auch zu mehreren Konzerten mit der „Jeunesses Musicales Deutschland“ eingeladen. 2013 gewannen die Künstler einen der drei Preise im Josef Windisch Kammermusik-Wettbewerb. Seit 2012 studieren die Mitglieder des Acros Trio für den Masterstudiengang Kammermusik bei Prof. Johannes Meissl und Prof. Avedis Kouyoumdijan an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

                          ©  2014 Kulturverein Soltau e. V.